Ich schreibe wieder, seit ein paar Wochen, seit einem Urlaub, der mich in vielerlei Hinsicht aufgeweckt hat. In vielerlei Hinsicht, da ich nicht nur wieder schreibe, sondern auch wieder Musik höre und tanze und insgesamt wieder lebendiger bin. Oder eben wacher.
Allerdings schreibe ich nun nach vielen Jahren wieder mit der Hand.
Im Urlaub hatte ich meinen Laptop nicht dabei, auch kein Notizbuch, habe auf Zettel geschrieben und in meinen Taschenkalender. Zuhause dann weiter von Hand und damit es besser fließt, einen neuen Füller gekauft, der tatsächlich perfekt ist. Er schreibt so wunderbar flüssig, da fließen meine Gedanken automatisch mit.
Ob davon auch etwas in mein Blog einfließen wird, weiß ich noch nicht. Ein wenig fürchte ich, dass ich es mir damit wieder verderben könnte. Dass ich nicht mehr so für mich und in meinem Schreiben wäre, dass der Fluss unterbrochen wäre ...
Aber mitteilen wollte ich es dann doch.
Herzliche Grüße an euch da draußen (oder drinnen?) in der Bloggerwelt!
2018 war für mich ein dermaßen gutes Jahr, dass ich es eigentlich nicht einfach so abhaken kann. Das wird ihm nicht gerecht. Andererseits ...
Das Jahr ist vorbei, ein neues hat angefangen, auf das ich mich mit Freuden einlasse und voller Zuversicht, weil ich gelernt habe, dass ich mir trauen kann. Dass ich es schaffe, gute Vorsätze umzusetzen. Es wird mir auch 2019 wieder gelingen.
Ich habe kaum gebloggt im vergangenen Jahr. Das Leben hatte mich gepackt. Und ich das Leben. Keine Zeit zu bloggen, kein Anlass, keine Notwendigkeit.
Wie im Zuge des Anwendens der DSGVO auf mein Blog das Bedürfnis in mir erwachte, wieder einmal tätig zu werden im vernachlässigten Garten, und zwar auf beiderlei Weise: in Altem stöbernd sowie Neues hinzufügend, wie aber, ach, die Sonne so schön schien und die Vögel sangen und meine Hängematte so einladend ... und der Wind durchs Elefantengras ... und der Duft des Lavendels, schon fast wieder stark genug, um die Bienen anzulocken ... und überhaupt das Grün und das Blau da draußen ... und alles so ganz ohne Impressum und Datenschutz, einfach so – da – ... wie klein auf einmal das Bedürfnis und doch, tief in mir drin ... (ob es schlummert oder arbeitet, vermag ich nicht zu sagen)
Ach Schreiben, Duzfreundin, ferngerückte, wir fremdeln etwas, nicht wahr? Was könnte uns einander vertraut machen, aufs Neue?
Ich sage: Du. Und spüre eine Wärme sich ausbreiten, wie von einer mittig gelegenen Sonne.
Spüre und halte inne. Nur nicht bewegen! Nur nicht erstarren!
Sag, wollen wir es noch einmal versuchen, miteinander? (Nur) wir zwei? (Dieser große wunderbare Schatz, als den ich unser Einssein stets empfunden habe.)
Nichts als Fragmente.
Kleine niedliche Aufloderungen, darin kaum einzulösende Versprechen von Flammen, Feuern, Brünsten (!)
Ich koche gerne (heute: Hähnchen, Rosenkohl, Basmatireis, Honigjoghurt mit Granatapfelkernen)
Ich vermisse meine Heimatstadt. (war seit zwei Jahren nicht mehr dort)
Ich gehe oft ins Kino. (in diesem Jahr bis jetzt 35 mal und morgen schon wieder)
Ich lese viel und gerne, zum Glück ist das Teil meines Berufs (aktuell: Jane Gardam, Die Leute von Privilege Hill)
Ich liebe einige Menschen sehr (bei manchen wurde es mir erst spät bewusst)
Ich habe im letzten Jahr große Schritte gemacht (und bin stolz darauf und immer noch einigermaßen erschöpft)
Ich bin oft traurig (und brauchte eine ganze Weile, um zu erkennen, dass auch positive Veränderungen Abschied bedeuten)
Ich liebe meine Arbeit (einer der Gründe: s.o.)
Ich habe einen wunderschönen Ausblick aus meinem Fenster (es ist weit, es ist grün und im Winter auch mal weiß)
Ich habe immer einen Vorrat an Paracetamol zuhause und in meiner Handtasche (geht er mir fatalerweise mal aus, kann allein das einen Migränefall auslösen)
Ich möchte mit niemandem tauschen (weder meine Vergangenheit noch meine Zukunft und die Gegenwart schon gar nicht)
Ich vermisse das Meer (am meisten den Atlantik, am meisten den vor der bretonischen Nordküste)
Ich vermisse das Schreiben (auch wenn ich‘s gerade tue, aber das ist nicht dasselbe)
Ich vermisse noch mehr (Wehmut ist mein treuer Begleiter)
Ich staune über die Vielfältigkeit des Lebens (da ist so viel, soooooo viel)
Ich höre Musik (aktuell: