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Sonntag, 13. November 2016
Lass mich (Innerung II)
Lass mich, sage ich, lass mich in Ruhe arbeiten (auch wenn es für dich so aussehen mag, als säße ich untätig herum, nur weil meine Hände im Schoß liegen, weil mein Blick durchs Fenster in die Ferne schweift und sich zugleich nach innen richtet, weil meine Brust sich hebt und senkt mit Atemzügen so regelmäßig wie im Schlaf). Du weißt (oder könntest wissen, wenn du neben all deinen Tätigkeiten auch diese Form der Arbeit – es ist müßig, lassen wir das), du weißt, könntest wissen, aus Erfahrung, dass auf meine Zeit der Innerung stets eine Zeit der Äußerung folgt (dass du nicht beide brauchst und praktizierst – wie schaffst du das?). Also noch einmal die Bitte (die Aufforderung, der Befehl): Lass mich. In Ruhe. Arbeiten.
Mittwoch, 28. Dezember 2011
Innerung
Freund bleib in deiner Haut
du wirst nicht erfahren wie
und was ich gelebt habe und
lebe wenn wir nicht beieinander
waren und sind nicht immer
wirst du es erfahren und nicht
alles glaub mir: du wirst es
lassen müssen dein Bohren in
meinen Gründen und wirst es
ganz bei mir lassen müssen
dieses Erfahrene Erlebte das
mich stark macht weil es meins
ist ausschließlich meins wisse:
ich äußere mich nicht nur
ich innere mich auch
wirst du es erfahren und nicht
alles glaub mir: du wirst es
lassen müssen dein Bohren in
meinen Gründen und wirst es
ganz bei mir lassen müssen
dieses Erfahrene Erlebte das
mich stark macht weil es meins
ist ausschließlich meins wisse:
ich äußere mich nicht nur
ich innere mich auch
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