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Sonntag, 16. Januar 2022

Safe Place

Wie gut, dass meine Texte im Internet rumschwirren, denke ich gerade, denn dort sind sie sicher vor meinem wiederkehrenden Impuls, die Löschtaste zu drücken, das Papier zu zerreißen ...
Danke Internet!

Sonntag, 28. Januar 2018

Ach Schreiben ........

Ach Zeit .....

Ach Schreiben ......

Ach Schreiben, Duzfreundin, ferngerückte, wir fremdeln etwas, nicht wahr? Was könnte uns einander vertraut machen, aufs Neue?
Ich sage: Du. Und spüre eine Wärme sich ausbreiten, wie von einer mittig gelegenen Sonne.
Spüre und halte inne. Nur nicht bewegen! Nur nicht erstarren!

Sag, wollen wir es noch einmal versuchen, miteinander? (Nur) wir zwei? (Dieser große wunderbare Schatz, als den ich unser Einssein stets empfunden habe.)

Nichts als Fragmente.
Kleine niedliche Aufloderungen, darin kaum einzulösende Versprechen von Flammen, Feuern, Brünsten (!)

Ach Zeit ......

Ach Schreiben ............

Ach Mangel an Dringlichkeit

Donnerstag, 24. November 2016

Immerhin lese ich wieder

Es ist nicht so einfach, wie ich dachte oder hoffte, mit meiner Rückkehr in die Schreibwelt. Es hakt. Es zieht sich. *seufz* Es ist wie es ist. Oder aber: Et kütt wie et kütt.

Immerhin lese ich wieder. Bücher sowieso, da bin ich dran geblieben. Auch die Tageszeitung am Morgen. Aber ich hatte über mehrere Monate weder Zeit noch Muße, andere Blogs zu lesen, höchstens eine Stippvisite war mal drin, Kommentieren ging gar nicht. Jetzt ist sie auf einmal wieder da, die Muße, ist noch nicht voll wieder da, aber kehrt doch spürbar zurück. Ich habe wieder Lust, mich einzulassen, bin wieder berührbar, entwickle erneut Assoziationen auf das Gelesene, das Gefühl der Bereicherung durch andere ist wieder da, Bereicherung durch Texte, die fremd-vertraute Gedanken bergen ... Schön ist das.

Vor einigen Wochen (oder Monaten? Die Zeit rast) war plötzlich meine Blogroll verschwunden. Unwiederbringlich. Blogger hat irgendwelche Einstellungen verändert. Tja. Nach und nach finde ich die Verlorengegangenen wieder, es sind noch längst nicht alle wieder da. Ist vielleicht okay so. Immerhin lese ich wieder.

Samstag, 1. Oktober 2016

Wir haben Zeit

Du hörst den Schrei genau. Natürlich hörst du ihn, schließlich herrscht um dich herum Stille und auch du bist stumm, seit langem. Also hörst du den Schrei, weigerst dich aber, ihn zu orten. Tja ...

Blättern Sie ein wenig zurück, schließen Sie die Augen, tippen Sie mit dem Finger (einem beliebigen, wenn auch vorzugsweise dem rechten Zeigefinger) auf eine Stelle und lesen Sie, was da steht. Erinnert es Sie? Woran? Erkennen Sie es/sich wieder? Wie weit sind Sie inzwischen von dieser Stelle entfernt? Lichtjahre? Einen Katzensprung? Wer sind Sie und seit wann? Möchten Sie darüber sprechen? Mit wem?

Der Schrei verstummt, ihm wachsen Ohren aus dem Bauch heraus, du öffnest den Mund, sehnst dich nach Wahrheit, weißt aber nicht ... Tja ...

Darf ich Ihnen das Du anbieten? (Erinnern Sie sich, dass wir damit begannen? Dass die Fremdheit erst später kam, schleichend, erinnern Sie sich? (Du dich?)) Darf  ich? Ihnen? Das Du? Anbieten?

Die Stille ist erdrückend und fordernd zugleich. Sie ist aber auch eine dargebotene Hand. Bereit zu nehmen, was auch immer da ist. Du zögerst, da ist dein Anspruch (siehe oben), der steht dir im Weg, dennoch willst du nicht von ihm lassen. Darüber sollte kein Urteil von niemandem gefällt werden. Als Dilemma wollen wir die Angelegenheit nicht bezeichnen, dafür ist sie zu ... Zu was? Uneindeutig? Prekär? Diese Neigung zu Definitionen! Schon schwirrt dir der Kopf. Stummes Rauschen. Tja ...

Lassen Sie das sich. Lassen Sie einfach. Lassen Sie. Und lassen Sie auch das. Und lassen Sie sich um Himmels Willen nichts vorschreiben! Wir können auch noch ein wenig warten mit dem Du. Wir haben Zeit.

Mittwoch, 21. September 2016

ich würde so gerne endlich wieder PLÖHZINN MACHEN

Da geht was
da blüht
da tut sich
da rankt
wie verrückt
wie zart
wie wild
(streiche das erste wie)
((und das zweite auch))
(((ist klar, oder?)))
ich würde so gerne
endlich wieder
PLÖHZINN MACHEN
da drüben
irgendwo da 
da da da drüben
da geht was
zum Glück
schwappt
(Achtung, schiefes Bild)
ein Zweiglein rüber

es kann doch nicht sein dass aus mangel an zeit hatten meine tage denn früher fünfzig stunden und mehr nein natürlich nicht aber dieser Alltag dieser volle fast übervolle und auch noch alles selbst gewählt und bin ja zufrieden bis glücklich damit aber dann ist da immer noch dieses eine das fehlt und wie füge ichs ein in dieses mein neues leben wie frage ich in die Luft immerhin die ist mir geblieben keinerlei atemprobleme treppauf treppunter das läuft prima super aber das kann doch nicht alles zeit für die dinge die nur zutage treten wenn sie raum genug haben sprich zeit zeitenraum muße bis beinahelangeweile dann dann ach ich hoffe hoffe sehr es muss nämlich es muss wirklich wieder 

soll ich noch werben für drüben? dieses drüben da da da? irgendwo da? nein; ist gut so


Und raus damit, ist doch mal ein Anfang!

Montag, 30. Mai 2016

alle Arten von Büchern

„Daher möchte ich Sie bitten, alle Arten von Büchern zu schreiben, sich vor keinem Thema zu scheuen, wie trivial oder umfangreich es sein mag.“
(Virginia Woolf 1928 zu ihren Schriftstellerkolleginnen) 

Freitag, 29. April 2016

Kreisen

Wenn ich nur wüsste, ob ich noch schwimmen kann. Wie finde ich‘s heraus?
Wem schulde ich etwas? Den Versuch nur mir. Das Scheitern auch. Und sonst?
Bin ich einer Idee verpflichtet? Welcher? Wessen? 

Mein Tag hat 24 Stunden. Aber was kümmert‘s mich?

Im Garten steht eine blaue Bank. An vielen Stellen blättert die Farbe ab. Ich sehe mich an einem heißen Sommertag auf dieser Bank sitzen, beschattet vom Fliederbusch, mit den nackten Füßen durchs Gras streichend, nichts denkend, nichts fühlend, nur spürend: ganz Körper in Sonnenlicht und schattigem Grün und summender Stille. Prägung. Zeitlos. (Daraus soll einmal mein Grabtuch gewebt sein, denke ich, und setze es in Klammern, zu morbide erscheint mir der Gedanke für potentielle Leser, wie wenig Zutrauen immer noch ...)

Mein Tag hat 24 Stunden. Neuerdings randvoll gefüllt mit so genanntem „Real Life“ (dabei glaube ich gar nicht an die Trennung von „Realem“ und Virtuellem Leben, mir ist beides gleichermaßen real). Ich bin höchst zufrieden damit (um nicht zu sagen glücklich, davor hüte ich mich, ein wenig abergläubisch, naja ...). Ich werde einen neuen Rhythmus finden. Ich vermisse das Schreiben. Das Schreiben als etwas, in das ich mich fallen lassen kann und in dem sich mir in diesem Fallen etwas offenbart, Teile einer Welt, die Teil ist von mir ...

Im Garten steht eine blaue Bank. Auf der sitzt mit nackten Füßen die Welt und wartet, während der Flieder zu blühen beginnt und das Gras wächst und die Stille summt und das Kreisen nicht endet ...

Freitag, 15. Januar 2016

wie kleine bedürftige Körper (vom Sprachlos)

wo ist die Sprache hin
meine
nicht verschweigen zu wollen
nicht aussprechen zu können
stattdessen ...
kein stattdessen
absorbiert zu sein
vom Unausprechlichen
dennoch: sprechen zu wollen
klar
alternativ:
über „das andere“
oder doch über das eine?
wie denn nur?
keine Worte zu finden
außer denen in mir
derer zahlreiche sind
eine Grenze zu ziehen
nach außen
wo der Tumult herrscht
ich könnte auch über (s.o.):
„etwas anderes“
schreiben sprechen
es geht nicht
bin sprachlos
trage mein Sprachlos
(was nicht dasselbe ist)
denke:
Das Sprachlos ist wahrlich kein leichtes.
und spreche dann doch
füge Buchstaben
Wörter
Sätze
aneinander
wie kleine bedürftige
Körper

Samstag, 5. Dezember 2015

Bilder im Kopf (vom Erleben zum Text und wieder zurück)

die Bilder im Kopf
der Korrektor im Kopf
der Text im Kopf

die Tage am See, der Blick aufs Wasser, der warme Wind auf der nassen Haut

du kannst nichts mehr lesen, ohne dass dir automatisch Grammatik- und Rechtschreibfehler auffallen, ohne missglückte Formulierungen in Gedanken zu verbessern

wir bleiben, bis die Sonne untergegangen ist, die Ameisen machen sich über die Baguettekrümel her, den letzten Schluck Wein trinken wir direkt aus der Flasche, den Kopf weit in den Nacken gelegt, die  ersten Sterne schon im Blick

früher hast du Bücher verschlungen wie ein hungriges Tier seine Beute, heute bedeutet jeder Text Arbeit, der geschriebene wie der gelesene, bedeutet Arbeit und damit eine ganz eigene Befriedigung, die du nicht mehr missen willst

wir waren so jung, die Kinder noch klein, wir liebten uns fraglos, damals, fühlten uns sicher, ein Ende war nicht abzusehen, so dehnbar war das Jetzt


du lebst so sehr in Text und Schrift, siehst alles Erlebte unmittelbar in Worte gefasst, perfekt formuliert, es legt sich übereinander, verwischt, fast stellt sich dir die Frage – ironisch – Was war zuerst da: Der Text oder das Erleben?

ich hatte nie  eine Kamera dabei, meine alte Voigtländer, die ich zum zwölften Geburtstag bekam, war irgendwann in der Tiefe eines Umzugskartons verschwunden und nie wieder aufgetaucht, ich wollte nicht auf Bildern festhalten, sondern unmittelbar erleben und schauen, ohne störendes Objektiv zwischen mir und den Dingen; die Tage am See, der unverstellte Blick, die vollkommene Anwesenheit im Moment, der warme Wind, den ich im Hautgedächtnis speicherte, nicht im Kopf, dort gedanklich ausformuliert, später vielleicht sogar zu Papier gebracht, nein ... er ist noch da, der warme Wind, ebenso das Gefühl, das er erzeugte, es ist jederzeit abrufbar, nicht sicht- oder lesbar, sondern spürbar

du liebst das Wort und das Spiel mit der Sprache, es ist fast so etwas wie dein Zuhause, du hast dich darin eingerichtet, deine Leidenschaft sogar zum Beruf gemacht, bist umgeben von bedrucktem Papier, von Bildschirmlettern, von Text, Text und Text, von unzähligen schwarzen Buchstaben auf weißem Grund

die Farben, das Licht, die sanfte Geräuschkulisse, das Ineinanderfließen der Eindrücke, das Zurücklehnen mit geschlossenen Augen, der so unfassbar weite Moment, kein Grund, ihn zu fliehen, bietet er doch soviel Raum

du wirst dich nicht vom Text verabschieden können, das weißt du, er ist deine zweite Welt und dies schon von deiner Kindheit an, als du dir mit fünf Jahren selbst das Lesen beibrachtest, dann das Schreiben und seitdem ... Bücherfluchten, sie retteten dich auch, erlösten dich für heilsame Stunden von einer unerträglichen Realität, danach hast du nie mehr herausgefunden, rettest dich immer noch in geschriebene Welten, schreibst selbst an deiner, Rettung auch das, und merkst du, wie es sich jetzt vermischt? wie du vom See und vom reinen Erleben zum Wort kommst wie es untrennbar geworden ist nicht mehr kategorisierbar oder doch? du wünschst es, manchmal, wünschst dir manchmal die Zeiten zurück, die du in Erinnerung als glückliche abgespeichert hast, die buchstabenlosen, wortbefreiten, wünschst sie dir wegen ihrer Unmittelbarkeit zurück, wegen ihrer Vollkommenheit, nichts fehlte, und so frei von jeglichem Bedürfnis des Festhaltens warst du, allein das ist dir Beweis genug ....


Schreiben und schreiben, dem Papier auf, der Haut ein, alles Text, nichts als Text

Manchmal aber auch: Bilder

.....

Samstag, 28. November 2015

Sehnsuchtsorte (plus etwas zwischen zwei Klammern)

Berlin: weil da die Freunde sind

Liverpool: weil da die Tochter ist

Bretagne: weil da weder Heim- noch Fernweh ist


(muss das wirklich raus?, das mit den Orten und meiner Sehnsucht?, alles muss raus!, ins Netz, als wäre das kein Widerspruch, vom Inneren ins Äußere schreiben, erzählen, von mir, Adressat unbekannt, was nur noch auf manche zutrifft, warum ich das tue?, ich weiß es nicht, es gibt etwas, das mich antreibt, mich nach außen zu stülpen in einem langen Prozess, wenn ich an die Anfänge denke, als ich noch so vorsichtig war, mit der tiefen Angst vor Vereinnahmung, vor der hüte ich mich immer noch, fürchte sie aber nicht mehr, auch das ein Verdienst meines schrittweisen mich Äußerns, Entäußerns?, des Freilegens der Schichten, ich tu das für mich, das Publikum dient mir zur Selbstüberprüfung, halte ich stand?, auch im Scheitern?, auch im Zweifel?, auch im Irrtum?, dass mein Blog mein Zimmer ist, mein Garten, in dem es wild zugeht, unsortiert, sprunghaft, manchmal still, manchmal laut, zögernd, immer wieder metamäßig, ja, seufz, auch das, aber warum seufz?, ist doch wichtig!, mir, also nochmals: dieser Raum, dieser Garten: allein mein, ganz allein mein, das ist das Wesentliche, hat zur Heilung beigetragen, der allmählichen, unabgeschlossenen, mich zu üben in Mut, in Öffnung und Verweigerung, auszuhalten, dass nichts hier besonders oder gar vollkommen ist, manches oder vieles ist nicht einmal gut, bin ja selbst mein schärfster Kritiker, werde meinem eigenen Anspruch nicht gerecht, nur ganz ganz selten, darüber nicht zu verzweifeln, nicht das Handtuch zu werfen, auch das ist seelenmuskelfestigend, mein Schreiben nicht vom Ergebnis her zu denken, sondern mich dem Prozess zu überlassen, wenigstens da weiß ich, dass es gut ist, wie es ist und zwar haargenau so wie es ist, mich zu verzetteln, mir zu erlauben, was auch immer ..., zum Beispiel zu mäandern, abzuschweifen, Um- und Nebenwege einzuschlagen, oder gar keine Wege, jedenfalls keine vorgezeichneten oder sich abzeichnenden, sondern querfeldein, abwegig, ja, geht, geht alles, ist ja meins, hm, worüber schrieb ich doch gleich? ... Sehnsuchtsorte, unerreichbar momentan, stattdessen schlendere ich durch meinen Garten, ziehe mich zurück in meinen Blograum, mache eine kleine Notiz, füge das Eigentliche zwischen zwei Klammern an, oder sind doch die Orte das Eigentliche?, macht das einen Unterschied? ...)

Montag, 28. September 2015

Schreiben ist ... (Antwort auf einen Text, der gar nicht fragt)

Einer, den/dessen Blog ich seit kurzem lese, schreibt:
„[...] Schreiben ist entweder das Mittel der Befreiung von gesellschaftlichen Fesseln, Konventionen und Zwängen, oder es ist nichts. Null und nichtig.“ (hier der ganze Artikel)
Und meine innere Antwort/Reaktion darauf? Ja! Was sonst? Ich meine, wie sonst sollte ich antworten/reagieren (mal ganz abgesehen davon, dass der Text ja gar keine Antwort will/fordert/braucht).

Ja!

Und nein. 

Denn ja, genau das (so vereinnahme ich die Worte, den einen stark behauptenden Satz) bedeutet mir mein Schreiben: Mittel zur Befreiung. Zur Befreiung von – schon da trenne ich mich von den Worten des anderen, denn ja, Fesseln sind es auch bei mir, von denen ich mich in einem langen und andauernden Prozess befreie, aber ob diese Fesseln aus dem gleichen Material sind? Darum geht es auch nicht. Und natürlich brauche ich, um dies über mich und mein Schreiben zu sagen, nicht die Worte, den starken Satz eines anderen, denn ich weiß das ja in mir, weiß es besser und richtiger, als es ein von außen drauf Schauender wissen oder auch nur ahnen kann, dass es genau so ist und stimmt, für mich. Ich brauche diese Worte nicht, die vertrauten des Fremden, brauche diesen starken Satz nicht, den ganzen kleinen großen Text nicht, der da aus fremder Feder kommt. Brauche ihn nicht, da er längst in mir ist. Okay, hin und wieder ein Spiegel zur Bestätigung: Ja, du bist noch da, Entfesslungswille, bist noch genauso wahr und stark da wie je, wirst bleiben, ja, das wirst du. Und ein Spiegel zur Erinnerung: Da sind noch Reste der Fesseln, lass nicht nach. Ja, dafür sind sie gut, diese fremden Worte, Sätze, Texte. Deshalb greife ich zu, nehme sie mir, verleibe sie mir ein, erlaube mir das, überhaupt: nichts als Erlaubnis, Selbsterlaubnis, entfesselte.

Und nein. Nein, nein, nein!, tobt es zugleich in dir, denn eine deiner Fesseln heißt „Ausschließlichkeit“, heißt „die eine Wahrheit“. Von der hast du dich zuerst befreit, als es soweit war, als du anfingst. Von der hast du dich befreit und willst es bleiben, in aller Konsequenz. Willst kein „entweder oder“ mehr, sondern nur noch das „sowohl als auch“, das „alles“, selbst im krassest scheinenden Widerspruch, ja, dann erst recht, weil dich das herausfordert wie ein unermesslicher Ozean. 
(Und warum wechsle ich jetzt eigentlich vom ich zum du? Immer wieder passiert mir das, erst im letzten Blogeintrag habe ich mich selbst darauf aufmerksam gemacht. Es muss etwas bedeuten, deshalb ändere ich es nicht, wie ich es kurz überlegt habe, das du im Nein-Abschnitt zum ich, wie es noch im Ja-Abschnitt steht. Nein, ich lasse es so, es ist relevant, denke ich mir, in irgendeiner mir noch nicht einleuchtenden Weise.) 
Nein auch deshalb, weil ich die anderen Beweggründe und Formen des Schreibens nicht so als null und nichtig abtun kann und will. Immerhin liebe ich Geschichten, Fiktion, halte das Erzählen, ob mündlich, schriftlich oder im Film oder ... für gesellschaftlich bedeutend, mag in gewissem Maße sogar den Schund (den ich nicht in Anführungszeichen setze, weil ich mir durchaus erlaube, hin und wieder, ein Urteil zu fällen über gewisse Literatur und sie Schund zu nennen und dann nicht zu sagen „Ich finde“ oder „Meiner Meinung nach“, sondern „Das ist“, ja, so, das erlaube ich mir hin und wieder, auch das ist Teil meiner Freiheit), mag also diesen Schund auch, weil er Teil des Ganzen ist, wichtig für die Beleuchtung und die Reibung, physikalisch ausgedrückt, wichtig für die Freiheit, die über meine eigene Freiheit, die keine wäre ohne die der anderen, hinausgeht.

Verzettele ich mich? Nein. Was ist das überhaupt für ein Wort: verzetteln? Darüber will ich jetzt nicht nachdenken. Nein, ich begebe mich hinein und lasse mich mitreißen, bewusst, und jetzt hangele ich mich wieder ans Ufer, schüttle mich, nehme meine Umgebung wahr, denke: ach, du hast ja noch ein paar Stündchen, bis du zur Arbeit musst, könntest bei diesem schönen Wetter doch ... dies und das und jenes ... alles ist möglich, hab mich schon für eins entschieden, jedenfalls hinaus, beschwingt, danke für den Text, den einen starken Satz, die Worte, danke für den Spiegel, der mich nicht meinte, in den ich trotzdem, ohne um Erlaubnis zu fragen!, einen Blick warf und dann sah, was wichtig ist, für mich, immer noch. Danke.

Samstag, 26. September 2015

Notizen aus dem Hier

Ja, nicht wahr, wir könnten, wenn wir wollten. Und wenn wir wüssten, was.
Die Leere und das Zuviel, immer beide gleichzeitig da.
Manchmal aber auch das Genau Richtig. Das man daran erkennt, dass man es nicht bemerkt. Weil es sich anschmiegt wie – nichts Vergleichbares. Wie ein Schatten?

Sie fragt sich. Befragt sich. Ohne sich zu bestürmen und zu bedrängen. Leise und beharrlich.

Da wird etwas. Über das übliche Werden hinaus. Das immer zugleich ein Vergehen beinhaltet. Gut so.

Sie ist woanders. Anderswo. Aber bei sich. Hat sich dabei. Sehr sogar. Ebenfalls gut so.

All das müsste nicht aufgeschrieben werden, entstünde(*) es nicht erst im Aufschreiben, was dieses dann doch notwendig macht. Einen anderen Grund gibt es nicht, jedenfalls keinen, der mir einfiele. Zur Zeit. 

Leselust? Ja und nein. Ja, was Bücher betrifft. Nein, was das Internet betrifft. (Ich bitte um Nachsicht, liebe BloggerInnen!)

Schreiblust? Nicht drängend, zur Zeit. Hin und wieder, weil siehe oben. Und Lust auf eine neue Episodengeschichte. Etwas, das sich entwickelt, aus sich selbst heraus.

Notizen, um mich zu zeigen.
Notizen, um mich zu finden.

(*) Reflexion: Dass es erst im Aufschreiben entsteht – hm, das stimmt vielleicht nicht ganz. Es ist vor dem Aufschreiben da, aber nicht bewusst. Also geht es weniger um die Entstehung (oder doch auch um die? zu einem Teil?), als vielmehr um die Bewusstwerdung. Eventuell.

Notizen. Nicht mehr. Nicht weniger.
Notizen aus dem Hier.


Randnotiz an mich: Vom „wir“ übers „man“ und übers „sie“ zum „ich“. Denk da mal drüber nach, du. ;-)



Samstag, 15. August 2015

Legt sich ein Schatten

Heute fiel mir ein, dass ich 2013 ein Gedicht geschrieben habe, das perfekt zu den drei Texten passt, die ich in den letzten Tagen unter dem Label „Schatten“ gepostet habe. Drei ganz unterschiedliche Texte, von denen einer nicht mehr als ein Fragment, eine kleine Assoziation innerhalb des letzten Wochenrückblicks darstellt (unter dem Absatz „Gescheitert“).

Das Gedicht habe ich damals „Letztes Gesicht“ betitelt. Heute würde ich es vielleicht mit einem anderen Titel versehen? Ich schreibe es hier noch einmal neu auf:


*


Liegt ein gefalteter Schatten
unter der Schwinge

Hebt sich die Schwinge
löst sich der Schatten
und steigt

Verfliegen die Jahre 

Senkt sich die Schwinge
legt sich ein Schatten
über die Zeit

Liegt die gefaltete Schwinge
unter dem Schatten
und schweigt 

Wie alles sich neigt
selbst die Wandelbarkeit
hat ein letztes Gesicht
das verleugnest du nicht


*

Ich mag dieses Gedicht sehr und es bedeutet mir viel. Ließe ich meine Finger, sie würden eine detaillierte Interpretation ins Schreibfeld tippen. Ich habe damals eine Weile gebraucht, um eine endgültige Fassung zu finden. Dann schließlich war es für mich perfekt. Es ist sehr genau. Aber ich halte meine Finger im Zaum. Mein Gefühl ist: Da kommt/kommen noch mehr. Die Schatten sollen eine offene Tür vorfinden.

Montag, 6. April 2015

Wochenrückblick 30. März - 6. April 2015

Gelesen:

ein paar Krimis angelesen, nichts wirklich Erwähnenswertes dabei


Geschaut:





Jetzt erst. War bisher irgendwie an mir vorbeigegangen. Hat mir ganz gut gefallen, Paulina Garcia ist hinreißend in ihrer Rolle, und eigentlich müsste der Film, die Geschichte, das Thema genau meinen Nerv treffen, bin ich doch fast (fünf Jahre fehlen noch) im selben Alter wie die Protagonistin, sogar in einer ähnlichen Lebenssituation. Ja, irgendwie trifft er tatsächlich meinen Nerv, aber weniger in Form eines Anstoßes, sondern eher als Bestätigung, schließlich bin ich längst unterwegs ...
Trotzdem: Empfehlung!


Gewesen:

Unterwegs. Fünf erholsame Tage bei der Freundin in der Schweiz. Berge, Wasser, Wiesen, Sonne, Schnee, Regen. Gespräche, Spaziergänge, gutes Essen, ausreichend Schlaf, ein bisschen Arbeit ...


Geschrieben:

noch mehr Plöhzinn
einen Freundinnen-Text
ein Gedicht

muss alles noch ein wenig in der Nestwärme des Entwurfordners bleiben ...


Geplant:

psst, geheim



Freitag, 20. März 2015

(Spiel)Raum

Es muss einen Raum geben innerhalb des Widerspruchs, dass Worte einerseits nie genügen und ihrer andererseits stets zu viele sind. Einen Raum, der eng und weit genug, umschließend und zugleich freigebend ist. Einen Raum für Genauigkeit und Entfaltung. Es muss diesen Raum innerhalb der Sprache geben. Es gibt ihn, schätze ich und nenne ihn  – – –  nein, ich (be)nenne ihn nicht. Poesie wollte ich zuerst schreiben, dann fiel mir der Wandel ein, den die Bedeutung des Begriffs im Lauf der Zeit durchgemacht hat. Zu ungenau und missverständlich also. Dichtung dachte ich als nächstes, aber ähnlich problematisch auch das. Tja, welches Wort, welcher Begriff könnte passen? Ich suche hier ja gar nichts objektiv Richtiges, allgemein Gültiges. Oder vielleicht doch? Ich weiß es nicht sicher. Mir würde schon ein Begriff genügen, der genau ausdrückt, was ich meine und sagen will. Wie also kann ich diesen Raum bezeichnen? Einen Raum, dessen Existenz ich ja nur vermute oder spüre, so sage ich jedenfalls, weil ich nicht wage, zu behaupten, dass ich um diesen Raum weiß. Denn dann müsste ich vielleicht einen Beweis antreten, und wie soll ich das bewerkstelligen, wenn mir noch nicht einmal das passende Wort für diesen Raum einfällt. Aber, so denke ich gerade, vielleicht muss es ja so sein, dass es keine Bezeichnung für diesen Raum gibt. Denn eine konkrete Bezeichnung würde ihn ja definieren, würde ihn damit ein- und begrenzen. Möglicherweise entzieht er sich dem, will/muss unbenannt  und somit frei und wandelbar bleiben, anpassungs- und entwicklungsfähig, je nach Bedarf. Vielleicht ist dieser Raum innerhalb des Zuviels und Zuwenigs an Worten genau dieses Spielfeld, auf dem alles möglich und erlaubt ist, in dem aber aus eben diesen Gründen nichts zwingend erfolgen muss, sondern sein und bleiben und vergehen kann, wie es will, in vollem spielerischen Ernst. Vielleicht will dieser Raum nicht benannt, sondern einfach genutzt werden. Zum Spiel. Und vielleicht ist dieses Spiel, dieses Spielen eine ähnlich komplexe Herausforderung wie Lieben und Sterben es sind. Ja, denke ich, genau darum handelt es sich, genau das ist es, ist er: ein Spielraum. Ohne jetzt gleich viel klüger zu sein, nachdem ich dieses Wort, oder besser die Möglichkeit eines frei definierenden Wortes gefunden habe, so klug war ich vielleicht als Kind, da wusste ich noch, wie das geht: Spielen, ohne zu wissen, dass ich spiele und ohne zu wissen, dass ich (es) weiß. Heute weiß ich (es) nicht mehr, oder weiß nur zu gut/zu viel, es gibt da zwar diese Momente, die immens glückvollen, weil unbewussten, die leider immer viel zu kurz sind, sich nicht konservieren lassen und auch in der Erinnerung verblassen. Aber es gibt sie, und es gibt sie zuhauf, wenn ich mich im oben genannten unbenannten Raum bewege. Spielerisch wild wie ein junges flüchtiges Tier. (Huch, sogar Metaphern und Vergleiche sind dort erlaubt. Ich bin fasziniert.)

Und gegen den Takt meines Wortflusses schlägt irgendwo ein Vogelherz mit einem schöneren wärmeren Geräusch als ich es je werde produzieren können ...

Donnerstag, 12. März 2015

Plädoyer für unperfekte, aufrichtige Texte

Adressat unbestimmt

Ich mag deine Unbeholfenheit und dass du dich ihrer nicht schämst, ich mag deine Ungeschicklichkeit im Umgang mit Rechtschreibung und Grammatik, mag die ungelenken Formulierungen und die dünnen Stellen in deinen Erzählungen, diese Stellen, durch die das Licht fällt, so dass die innewohnende Aufrichtigkeit sichtbar wird und dein ehrliches Bemühen, das nie zu einem perfekten Ergebnis führt und gerade deshalb so vollkommen ist. Ich mag das alles sehr, du hast soviel zu erzählen, so wichtig, dass du es tust, dass du dich traust, und ich möchte alle übergriffigen Korrekturen einschließlich der automatischen mit einem Bannzauber belegen, damit sie die Finger von diesen liebenswert fehlerbehafteten Kleinoden lassen, die du im vollen Bewusstsein deines sogenannten Unvermögens dennoch erschaffst, so mutig und trotzig, so schlicht und wahr.

Mittwoch, 11. März 2015

Für wen schreibst du?

Vor ein paar Tagen beantwortete ich (mir) hier die Frage "Warum schreibst du?" mit der Gegenfrage "Warum atmest du?"

Heute stellte ich mir ich mich die der Frage "Für wen schreibst du?" und versuchte, eine ähnlich einfache, pointierte Gegenfrage als Antwort zu finden. Erst fand ich keine, zu komplex das Ganze, dachte ich, versuchte mich in Differenzierungen, die dann einen etwas ausführlicheren Text ergeben hätten, was ich aber nicht wollte, außerdem schon in diversen anderen Beiträgen einfließen ließ, ich wollte es auf den Punkt bringen, fand schließlich ein Bild, das zwar passte, aber auch wieder zu viele Details zeigte, statt sie offen und frei entdeckbar zu lassen, tja, was also tun, okay, doch nochmal zurück zur Ursprungsidee mit der Gegenfrage: Wie wäre es denn, überlegte ich, wenn ich mich mit dieser an der anderen Gegenfrage orientierte, könnte das funktionieren, irgendwie schon, fand ich, etwas provokativ fiele es zwar aus, aber vielleicht gerade deshalb ..., also gut, dann mach ich’s doch so, beschloss ich, ja, und hier ist sie nun, oder besser: hier ist er nun, der Minidialog:


"Für wen schreibst du?"

"Für wen atmest du?"

Donnerstag, 5. März 2015

Warum schreibst du?

"Warum schreibst du?"

"Warum atmest du?"


Freitag, 13. Februar 2015

an den Rändern unserer Texte

Wir schreiben immer an Blicken entlang, sie kleben an den Rändern unserer Texte. Mit ein wenig Glück sind beide durchlässig.


*


Nachdem ich diese knappen Sätze hingeschrieben habe, fällt mir ein, dass Andreas Wolf in seinem Sichten und Ordnen-Blog kürzlich über die Ränder der Texte nachgedacht hat. Allerdings in anderem Zusammenhang, als ich das hier tue. Vermutlich war es aber sein Beitrag, der mich, ohne dass es mir bewusst gewesen wäre, inspiriert hat.

Mir geht es bei den Rändern eher um die Schnittstellen, die Punkte oder (Ober)Flächen, an denen beide aufeinandertreffen: Text und Blick bzw. Leser. Wie müssen die Schnittstellen beschaffen sein, damit nicht nur ein bloßes Aufeinandertreffen oder Aneinander(ab)prallen passiert, sondern eine Kommunikation stattfindet, die eine Verbindung herstellt, die beide Seiten bereichert, den einen (den Text) erst zum Leben erweckt und den anderen (den Blick/Leser) weitet, öffnet ... 
(Vielleicht ist das doch nicht soweit von Andreas’ Gedanken entfernt? Hm, es hängt zum Teil zusammen ...)
Wenn die Verbindung oder Kommunikation an den Rändern gelingt, so stelle ich mir vor und erfahre ich in den besten Lesemomenten, rückt das Dazwischenliegende, das "Gemeinte", Gesuchte, das Unaussprechliche, der Gegenstand ins Blickfeld, in Reichweite, dann erschließt sich etwas Neues.
Und es bleibt dann trotzdem immer nur eine Annäherung, seitens des Textes wie auch des Lesers, eine Annäherung aneinander wie ans "Gemeinte", weshalb gegen alle Stimmen, die behaupten, es sei längst alles gesagt, weiter angeschrieben werden darf und muss, auch in Wiederholungen und Variationen, wir sind längst nicht fertig, befinden uns stets im Zustand der Vorläufigkeit und können gar nicht anders als vorläufig sein, sonst wären wir ja am Ende angelangt, und das kann kaum unser Ziel sein, denn am Ende sind wir tot. 

... tbc ... (logischerweise)



Dieses unbändige Bedürfnis nach freiem Denkraum ....



Mittwoch, 4. Februar 2015

der Wahrheit nicht nahe genug

Ich hatte noch nie ein besonderes Faible für Biografien. Vielleicht deshalb, weil sie – anders als die Fiktion – der Wahrheit nicht nahe genug kommen.


(Natürlich gibt es Ausnahmen. Auch zähle ich das Tagebuch nicht dazu, das ich wegen seiner vor allzu vielen Reflektionen geschützten Direktheit schätze.)



––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––


Nachtrag am Nachmittag:

Da töne ich heute früh rum von wegen Fiktion sei mir lieber als Biografien, u.a. wegen der größeren Wahrheitsnähe der Fiktion, und was packe ich dann wenig später im Laden aus:

„Die talentierte Miss Highsmith"

Eine rund 1000 Seiten starke Biografie über Patricia Highsmith, geschrieben von Joan Schenkar, zum 20. Todestag von Patricia Highsmith am 4.2.2015 bei Diogenes erschienen. Hier

Die musste ich dann doch haben. Denn:
Patricia Highsmith! Hallo!
Meine hochverehrte und heißgeliebte Verfasserin hochspannender, ab- und tiefgründiger, psychologisch subtiler Kriminal- und anderer Romane, die unvergessliche Figuren geschaffen hat, von denen Tom Ripley wohl die bekannteste sein dürfte. 
Auch das wiederkehrende Motiv der Auseinandersetzung mit einem fundamentalistisch geprägten Christentum hat mich, aus persönlichen Gründen, sehr interessiert. Wie genau sie da die schleichenden Manipulationen und Abhängigkeiten schildert ...

Ich habe alles von ihr gelesen, einiges mehrfach, und ja, ich empfinde etwas wie Verehrung für sie als Schriftstellerin, für ihre unglaubliche Schaffenskraft, den Sog, den ihre Geschichten ausüben und dem man sich kaum entziehen kann – manchmal erschreckenderweise, blickt man doch plötzlich in eigene Abgründe ...

Verehrung aber auch für ihre Person. Denn natürlich habe ich am Rande auch immer etwas von ihrem komplizierten und unkonventionellen Leben mitbekommen, das hat mich durchaus fasziniert. Hier liegt es nun in gebündelter Form vor. 
Joan Schenkar hat gründlich recherchiert, über Jahre hinweg Archivmaterial gesichtet, darunter rund 8000 Seiten von Highsmiths Tagebuchnachlass; sie hat Gespräche mit persönlichen Vertrauten der Schriftstellerin geführt. Und sie hat, wenn man dem Klappentext glauben darf, nicht sachlich-trocken, sondern „klug, humorvoll, unverblümt und in sprühender Prosa" geschrieben. Die ersten Seiten, die ich eben quergelesen habe, bestätigen das. 
Ich freu mich total auf dieses Buch, das mit den folgenden Sätzen beginnt:

„Sie war nicht nett. Sie war selten höflich. Und niemand, der sie gut kannte, hätte sie großzügig genannt. Patricia Highsmith war – abgesehen von einer unkonventionellen Künstlerin mit Ausnahmetalent – so etwas wie das Negativ eines alten Fotos, bei dem alles Schwarze weiß und alles Weiße schwarz war. Lady Diana Cooper hat das Gleiche über Evelyn Waugh gesagt."


Bin ich jetzt inkonsequent, oder habe ich mich gar selbst widerlegt? 
Nein. Meine Begeisterung für diese Biografie ist die Ausnahme (derer es mehrere gibt, wie ich es heute früh bereits erwähnte: Doris Lessing, Bob Dylan und ein paar wenige weitere ..., ja, ich geb’s zu). Und die Ausnahme bestätigt nur die Regel meines  morgendlichen Bekenntnisses.