Hier wird es still bleiben für ein paar Tage. Morgen reise ich ab in die Schweiz.
Ein guter Zeitpunkt, hinterfrage ich doch sowieso gerade meine Blogschreiberei. Bezüglich ihrer Relevanz. Ich weiß, vor einigen Tagen sprach ich noch davon,
wie glücklich ich sei mit meinem Blog und den zahlreichen Entfaltungsmöglichkeiten, die es bietet. Heute ist es anders. Ach, auch gestern schon. Es wechselt. Seit je. Und wird es vermutlich auch in Zukunft tun.
Dennoch, auch wenn ich um dieses Auf und Ab weiß: Heute zweifle ich und halte für im höchsten Maße irrelevant, was ich hier von mir gebe.
Ich habe mit einem Roman begonnen. Jedenfalls nehme ich an, dass aus der
Vögelchen-Geschichte ein solcher wachsen wird, denn die Menge des Stoffs, die sich über Nacht in meinen Kopf hineingestapelt hat, ist beachtlich, ich habe jedenfalls gut zu tun.
Aber davon abgesehen, oder darüber hinaus: Ich möchte hier präsent bleiben. Aber ich will nicht ins Plappern kommen. Allein dass ich begonnen habe, nun auch übers Bloggen zu schreiben, gibt mir zu denken. Ich bin nicht sicher, ob ich diese Entwicklung wollte, dieses Heraustreten.
Es ist schön, Rückmeldungen zu erhalten. Es ist nicht schön, zu diesem Zweck zu schreiben. (Tue ich das bereits? Hin und wieder?) Ich bin empfindlich, was Verstrickungen und Abhängigkeiten betrifft, beginne bei den leisesten Anzeichen dafür zu zappeln, irgendwo in mir drin.
Gleichzeitig handelt es sich aber um einen Prozess, den ich von außen beobachte, in dessen Verlauf ich mich gewähren lasse, um zu sehen, was passiert, in der Hoffnung, rechtzeitig die Bremse ziehen zu können.
Klingt dramatisch? Ist es nicht. Aber trotzdem von existenzieller Bedeutung. Für mich, bei sowas lässt sich ja nicht vergleichen.
Wen interessiert's? Soll ich das hier einstellen? Warum? Für wen?
Wer hört schon mein Herzklopfen. Und nein, ich fische nicht nach Bestätigung. Auch nicht nach Widerspruch. Ich stelle mich selbst auf die Probe und übe mich in Mut.