Sonntag, 26. Januar 2014

So enge Stirnen

So enge Stirnen
fassen nicht mal mehr
dein Recht auf Nein

Dreh ab
und denke: .....Vater......Mutter........Krieg........
.......Verschweigung.............Wort...........Gewalt............... 

 - Stift! Papier! -

Denk: ......Fluchtversuch..........Flug...Absturz...Knochenbrüche........Weiterflug.........
und denke: Alles meins!

"Es war einmal"
so könntest du beginnen
und weißt, es wär' kein Märchen

Die enge Stirn hoch zehn
dein Nein
nicht kompatibel
wirf's ins Meer!

Lass dir die Grenzen
die du einreißt
 - mühsam! -
nicht erneut errichten

Und denke: frei
wie die Gedanken es längst sind

Freitag, 24. Januar 2014

Die kleinen Gärten

Die kleinen Gärten in ihrem Kopf. Mit den eingerissenen Zäunen und den grenzüberwuchernden Pflanzen. Diese sich selbst erobernde Landschaft. Wie gerne sie die durchstreift, dabei über manche alte Markierung stolpert. Gewährt sie einen Einblick, sprechen nicht wenige von Verwilderung und Zerfall. Sie nennt es Leben und findet Zuflucht im Grün vor den Blicken blinder Voyeure.

Donnerstag, 23. Januar 2014

Empfehlung

Ja! Er ist da! Und ich empfehle ihn wärmstens:


ein Briefroman von Jutta Pivecka
aka Melusine Barby von Gleisbauarbeiten


(dies schon mal vorab; demnächst mehr)

Mittwoch, 22. Januar 2014

Frage:

"Warum schreibst du das alles?"

"Wer sollte es sonst tun?"

Dienstag, 21. Januar 2014

Flug(un)fähig?

Sie waren bereits einige Kilometer geflogen, als ihnen bewusst wurde, dass sie nur träumten. Beim Aufwachen erlitten sie diverse Prellungen und Knochenbrüche. 
Sie zogen einander widersprechende Lehren daraus, suchten sich die schönste aus und hoben noch während der Rekonvaleszenz erneut ab.

Sonntag, 19. Januar 2014

Alles bleibt

Alles bleibt. So sehe ich es. Und vermute, dass es sich im vermeintlichen Vergehen lediglich unserer Kontrolle entzieht.
Vielleicht konservieren und verwalten wir nur tote Hüllen. Und irgendwo in der Ferne kichert es, sehr lebendig.
Was einmal war, weiß um sich, für immer. 
Bilder um Bilder.
Tausendmal mehr Abbilder.
Millionenmal mehr das, was war und immer noch mit kreist.
Wie sollte etwas verlorengehen in diesem geschlossenen, möglicherweise unendlichen System?
...

Donnerstag, 16. Januar 2014

dein Potential

Abgesessen
das Polster der Zeit
zerschlissen
Unausgerichtetes, du
Wenn dann mal etwas gelang
verdankte es sich dem Zufall
Hättest du dein Potential
doch genutzt
an sämtlichen Traumen vorbei
wie so ein Übermensch

Mittwoch, 15. Januar 2014

Fragen sammeln I

Die meisten Gründe stehen bereits irgendwo geschrieben. 
Wo findest du die noch fehlenden?

Befragst du dich selbst?
Kennst du die Antworten?
Wenn ja, überzeugen sie dich?

Glaubst du dir?
Immer?

Hast du Hunger?
Wonach?
Ist er existentiell?
Wie stillst du ihn?

Liebst du, was du tust?
Hast du Raum in dir, dich solchen Fragen zu widmen?

Was weißt du über dich, das du noch nicht weißt?

Was macht dich so sicher?
Und was so unsicher?

Wie gut kennt dich dein Spiegelbild?

Wie gut kennt dich dein Weg?
Wie vertraut bist du den Konturen deiner Welt?