Dienstag, 2. April 2013

So weit draußen

Als ich losließ
setzte die Schwerkraft aus
ich klammerte mich 
an eine Seifenblase
die zerplatzte
ich trudelte weiter
bis ich von innen
an meine Haut stieß
so weit draußen war ich
noch nie gewesen

Kommentare:

  1. Vielleicht ist das der Weg, den wir alle gehen sollten. Vielleicht nimmt diese Übung uns die Angst vor der Unendlichkeit, die so weit draußen ist. Danke für die Anregung.

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    1. Wie lange man üben und wie weit man gehen muss, um sich selbst ganz auszufüllen.

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  2. Wie weit und großzügig bis unendlich der Raum in uns ist!
    Wenn wir alles ergründen, werden wir nicht auch die ganze Welt, die die wichtig ist, gespiegelt finden?

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    1. Dein Kommentar, Bess, gab mir zu denken. Du schreibst, wenn wir den Raum in uns ergründen, werden wir darin auch die (äußere?) Welt gespiegelt finden. Ich weiß nicht, ob ich Dich ganz richtig verstehe. Ich glaube, dass Spiegeln nur ein Aspekt ist, dass darüberhinaus ein Austausch mit der Welt nötig ist, der das ganz andere, das Fremde in ihr anerkennt, das nicht Teil von einem selbst, aber genauso existenzberechtigt ist. Vielleicht muss man aber, um sich über den Horizont hinauszuwagen, seine eigenen Grenzen kennen (die vielleicht viel weiter draußen liegen, als man glaubt.) Ich hoffe, das klingt nicht zu abstrus. :-)

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    2. Nein, nicht abstrus. Ich verstehe, was Du meinst. So kann es sein.

      Kann es aber nicht auch sein, dass wir Menschen der mittleren oder älteren Jahre "das Wichtige" an Welt schon erlebt haben, nicht immer 1:1, nicht jeder wird Australien besuchen oder die Pyramiden oder den Dschungel oder in der Tiefsee tauchen, nicht jeder wird alle Formen des Zusammenlebens erleben. Aber im Kleinen oder "pars pro toto", wie die Römer sagten, könnte es nicht sein, dass wir Dorf und Stadt, Natur und Liebe und Neid und Gedankengebäude, heiß und kalt, alle Farben, Dankbarkeit, Ehrfurcht, Respekt (Wut, Ärger, Streit, Kampf, Trennung, Trauer), Entdeckerfreude und friedvolle Stille ... schon in Kindertagen wahrgenommen haben? Gelebt haben? Und von daher fast die ganze Welt in uns gespiegelt (wieder-)entdecken können?

      War ein Gedanke.

      Abendgruß
      Bess

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    3. Jetzt verstehe ich besser, was Du meinst. Und das hat wohl tatsächlich etwas mit dem Alter zu tun, oder jedenfalls mit gesammelter Erfahrung. Vielleicht auch mit der Erkenntnis, dass jeder Mensch die gesamte Weltgeschichte in sich trägt, durch sie geprägt wird.
      Lieben Gruß, Iris

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  3. Klingt nach Fallen und einem - nur manchmal- Aufgefangen werden..........

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    1. Ich bin, glaube ich, noch nie außerhalb meiner selbst gelandet, wenn ich gefallen bin. Da scheint eine Menge Platz zu sein in mir, den ich immer noch nicht ganz und gar ausfülle.

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