Donnerstag, 29. Januar 2015

diese Bühne braucht dich nicht

immer nicht genug (so die eine (zu kurz gegriffene) Auslegung)

lass die Stellen leer, die dir zu eng sind
trau dich abseits des Unverschwiegenen zu sein
abseits des Rings, in dem der Weitspuckwettbewerb tobt

diese Bühne braucht dich nicht

aber die Profis! die wollen dich auf der Bühne sehen, verbindlich
locken mit klebrigsüßen Zungen, geschult
ihre gönnerhaften, riesigen Münder („damit wir dich dich besser ...") rufen dir zu:
auch du kannst laut sein! 
weil wir hinter dir stehen (*lächel*/*schulterklopf*/*schubs*)

nein, sage ich, ich stehe gut hier so für mich
(ich rahme euch weich in meine Stille)
((mein stummes Angebot))
(((so leise, dass jeder es ... pst!)))
wollen wir darüber reden?

peng! zerplatzt ihre Jovialität
sie haben eigentlich aber auch gerade gar keine Zeit zum Reden, leider, leider!
sie müssen weiter laut sein, das aber für dich mit (immerhin! haha ...)
müssen weiter auf Zack sein, die Ohren aufgestellt
müssen Laut geben
wie Wachhunde

an der Bühnenleine

ooooooooooh

auf diese Bühne? 
ich?
warum?


(war das jetzt laut genug? achso, ihr habt („so sorry!") gerade nicht zugehört ...)

Kommentare:

  1. Ja, das war laut genug. Ich kann das Gefühl gut nachvollziehen.

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    1. Danke, Frau Frog. :-)
      (Berlin klappt übrigens. Melde mich demnächst.)

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  2. "Jovialität" = das stete Cool-Seinwollen?
    Drehbuchartig irgendwie.
    Soll das so sein?
    Welches Stück wird grad gegeben?

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    1. Oh, liebe Frau Wildgans, du kannst Fragen stellen ... ;-)

      jovial im Sinne von gönnerhaft, von oben herab

      Drehbuchartig? Soll das so sein? Hm, würde ja irgendwie passen, war aber so nicht beabsichtigt

      Welches Stück? Immer meins, hab kein anderes in petto

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