Dienstag, 12. Februar 2013

Vergossen: ein Meer

Vergossen: ein Meer
Vergessen: das Boot

Versunken
Ertrunken

Gegessen: das Brot
Getrunken: ein Meer

Gelandet
Gestrandet

Versandet

und: leer

Kommentare:

  1. Schade, ich habe beim ersten flüchtigen Augenflug über die Zeilen Vogesen gelesen statt Vergossen. Es geht nichts über Verleser.

    Hach, ich will wieder in die Vogesen. Auch dort, über den Gipfeln ist Ruh, und die Leere einer kargen Landschaft oberhalb der Baumgrenze.

    Ein sehr gutes Gedicht. Formvollendet gebaut. Minimalistisch und es trägt dabei dennoch die Weite in sich. Und es hat sogar Witz: bei den letzten Versen mußte ich lächeln. [Ich hoffe, es ist nicht das Lächeln oder Lachen, das Kafka in München während einer Lesung befiel.]

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    1. Die Vogesen durchquere ich jedesmal, wenn ich meine zweite Heimat, das "Krumme Elsass" besuche. Nicht nur die Gipfel der ersteren, auch die hügelig geschwungene Landschaft des letzteren lassen zur Ruhe kommen.

      Zum Gedicht: Danke. Auch ich finde es ganz gelungen.
      Das Lachen Kafkas? Doch, vielleicht in die Richtung.

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