Freitag, 6. November 2015

Wo bin ich im Eigenen (ohne Punkt und Komma)

wo bin ich im Eigenen und gibt es das überhaupt frage ich angesichts des überalligen Fallens wie es nunmal üblich ist in dieser Jahreszeit die ich dennoch nie als trostlose bezeichnen würde habe sie früher gefeiert schrieb ich bereits Macht der Wiederholung nur nichts vergessen Rufer in der Wüste der Erinnerung Hier! Hier! wie weiter wie weiter wie weiter wie weiter écriture automatique en Dialoge üblicherweise die mir nicht bereits seit längerem folgen wird das verwirren was meint sie bloß egal darf man nachträglich Ausrufezeichen entfernen? und Frage Zeichen auch? und die Majuskeln oder sind solche Inkonsequenzen und Mischungen und Wertungen okay ganz okay nicht schlimm ja was denn nun ich finds chaotisch grade aber nur so gehts so muss das so wird das ordnet sich selbst von selbst schreibt sich in eine Ordnung hinein in eine echte Ordnung was wäre eine unechte Fragezeichen wer soll das lesen entziffern verstehen deuten wer soll sowas mögen aber darum gehts doch nicht aber warum schreibe ich dann öffentlich weil nur so auf der Bühne ist es echt ist das Lampenfieber da das die nötige Temperatur bringt nur so denke ich laut mir selbst in die Ohren und nicht immer stumm im kreis nur so gehts und lese ich nun doch mal über meinen Text und erschrecke stelle fest écrituere automatique ist ein ding der Unmöglichkeit wenn die autokorrektur sich einmischt Wörter verbessert wie sie will nicht lässt was ich an eingeschlichenen Rechtschreibfehlern drin habe und vor allem nicht die kleinschreibung lässt sondern eigenmächtig Großbuchstaben einfügt ha schon wieder es ist zum verzweifeln wie soll man da noch vernünftig scheitern wenn immer einer im Hintergrund nachbessert wie frage ich wie

Kommentare:

  1. Beispielstext für einen Schreibkurs? Oh. Es findet sich Mannigfaltiges. Beim automatischen Schreiben tauchen Dinge von ganz unten herauf. Du wagst es, ohne Sauerstoff in die Tiefe. Das gefällt mir.
    Geht bei mir nur auf Zettel, die gleich vernichtet werden, die niemandem in die Hände fallen dürfen. Ich will das nicht.
    Im Blog nur mit Zensur.
    Deshalb sage ich: Mutig!

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    1. Die meisten so entstandenen Texte landen bei mir auch irgendwann im Papierkorb. Manchmal lasse ich sie spontan raus, also noch ein Stückchen weiter raus als nur aus mir aufs Papier bzw. in den Entwurfordner, eben raus an die Öffentlichkeit. Nicht weil ich denke, dass sie so gut sind oder irgendwie relevant für meine Leserinnen, sondern weil mich die Veröffentlichung noch ein Stückchen weiter in meine eigene Tiefe führt. Vielleicht durch die Überwindung, den Mut, wie du es nennst, die dafür nötig ist. Ich setze mich in gewisser Weise aus, das befreit.
      Und es freut mich dann natürlich doch, wenn solche Kommentare wie deiner kommen. :-)

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