Mittwoch, 23. Januar 2013

Wenn ich lese (Loses Blatt #54)

Wenn ich lese, nehme oder gebe ich dann?

Kommentare:

  1. Die immer wieder aktuelle Antwort von Novalis aus den Blütenstaubfragmenten: "125. Der wahre Leser muß der erweiterte Autor sein. Er ist die höhere Instanz, die die Sache von der niedern schon vorgearbeitet erhält. Das Gefühl vermittelst dessen der Autor die Materialien seiner Schrift geschieden hat, scheidet beim Lesen wieder das Rohe und das Gebildete des Buchs - und wenn der Leser das Buch nach seiner Idee bearbeiten würde, so würde ein zweiter Leser noch mehr läutern, und so wird dadurch, daß die bearbeitete Masse immer wieder in frischtätige Gefäße kommt, die Masse endlich wesentlicher Bestandteil - Glied wirksamen Geistes."

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  2. Du nimmst und du gibst. Du hast die Vorlage, um die Geschichte des Schriftstellers in deine Seele einzubinden und aus ihr deine eigene zu machen. Und indem du das tust, erhältst du und verschenkst gleichzeitig. Leider bekommt der Autor deine Wertschätzung so direkt nicht mit, nur, indem er durch eine Art "Erfolg" im historischen Kontext vielleicht erwähnt wird. Aber da es nun Kommentarfunktionen gibt in Blogs, kann man das, was man dankend durch's Lesen und den Autor erhalten hat, durch das Zeigen eigener Einwebungen der Geschichte in die eigene Seele auch geben. Und als jemand, der sehr dankbar für seine guten Leser und Leserinnnen ist, kann ich behaupten, dass das sehr viel wert ist.

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  3. Ich danke Euch für das Teilen Eurer Gedanken. :-)

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