Ineinandergestürze
Massenkrakeelerei
auf Höfen und in Ställen
zerfleddert die Zeit
wird der letzte freie Raum
überschluckt von unserer Gier
Hunger!
und dich schauen wir nicht an
versehrte Kreatur
wollen selber das
was dir gebührt
glaubt denn keiner
dass auch wir
leiden
sterben
trotz des blind gepickten Korns
wir dummen, dummen Hühner
einziger Inhalt:
Zergackern der möglichen Scham
zu Staub Zertreten der Frage
wer wir wären
ignorierten wir den Zaun
Donnerstag, 15. Mai 2014
Samstag, 10. Mai 2014
Treuer (Vogelfrau 8)
Ein paar Stunden zuvor:
Treuer fürchtete sich.
Nicht nur jetzt, in diesem Moment. Nein, die Furcht war ihr ständiger Begleiter, treu wie kein anderer.
Niemand wusste davon, niemand sah es ihr an. Da war auch nichts, das man ihr hätte ansehen können, denn sobald sie unter Menschen war, verspürte sie keinerlei Furcht mehr. Dann war sie stark und präsent. Dann konnte sie frei heraus reden und lachen, Forderungen stellen und Respekt einflößen, und alles war echt. Ihre Furcht verschwand, sobald sie am Morgen das Haus verließ.
Aber in der Nacht, allein in ihrer Wohnung, da fürchtete sie sich. Wenn sie nach Hause kam, knipste sie mit dem Sammelschalter, den sie direkt neben der Wohnungstür hatte installieren lassen, sämtliche Lampen an. Anschließend machte sie ihren Kontrollgang durch die Zimmer mit Blick in jede Ecke, hinter jede Tür. Erst dann drehte sie dreimal den Schlüssel im Schloss und zog Schuhe und Jacke aus.
Treuer dachte an die Tote. Die Vogelfrau, wie Bluhm sie nannte. Ihre Haut war weiß und zart, jedenfalls da, wo sie vom Sturz unbeschadet war. Da schien sie regelrecht unangetastet. Die weißen Schwingen. Der Flaum und die zarteren Federn, die vom geringsten Lufthauch bewegt wurden und von Lebendigkeit sprachen. Nicht von Auslöschung, wie der Asphalt und das Blut und der kalte Obduktionstisch.
Das Wunder der angewachsenen Flügel. Dr. F... hatte, als ihr das Wort Wunder von den Lippen sprang, die Stirn gerunzelt. Natürlich, hier in der kalten Sezierkammer war man Wissenschaftler pur. Es gab Fakten und streng begrenzte Schlüsse, die daraus gezogen wurden. Es gab offene Fragen und Thesen und Methoden und Spuren und Indizien und Beweise. Aber Wunder gab es nicht. Jedenfalls keine ausgesprochenen. Morgen sollte weiter untersucht, sollte geröntgt, seziert und mikroskopiert werden. Ein Ornithologe würde hinzugezogen werden.
Treuer dachte an den Satz, der auf der Rückseite der Liste stand: Ich bin nicht die Einzige. Einer der Kollegen hatte am Abend noch gemeint, wenn sie nicht allein gewesen sei, müsse man unbedingt auch in diese Richtung ermitteln. Ihr war das sofort aufgestoßen, der andere Wortlaut: die Einzige - allein. Sie war zu müde für eine Klarstellung und eine möglicherweise folgende Diskussion gewesen und hatte deshalb nichts gesagt. Ich bin nicht die Einzige. Nicht die einzige was? Vogelfrau? Nicht die Einzige, aber mit Sicherheit allein, sonst hätte sie sich nicht in den Tod gestürzt. Und wie es aussah, waren da noch mehr, die zwar nicht die Einzigen, aber ganz und gar allein waren.
Treuer lag im Bett, die Lampen waren ausgeschaltet bis auf die im Flur, die brannte die ganze Nacht hindurch. Ein kleines Licht gegen die Furcht. Wovor? Vor dem Dunkel und den darin lauernden Gestalten, die nur darauf warteten, ihre Nerven zu zerfetzen. Die mit ihren Klauen ihr Fleisch durchbohrten, mitten in ihren Leib griffen, um alles säuberlich Geschichtete durcheinander zu stoßen. Die keinen Halt machten vor dem Weggesperrten, die mit ihren Zähnen Schlösser knackten ...
Treuer stöhnte auf und wälzte sich auf die andere Seite, knipste zusätzlich das Lämpchen auf ihrem Nachttisch an, betrachtete das Foto, das dort im Silberrahmen stand: Sie als Kind auf einer Schaukel, hoch in der Luft, die Flügel des Elfenkostüms schimmerten in der Mittagssonne. Es war ihr fünfter Geburtstag, die Schaukel hatte der Vater gerade am stärksten Ast des Kastanienbaums aufgehängt. Bald würden die Gäste kommen. Sie spürte den Wind an den nackten Beinen, goldener Sonnenflitter regnete durchs Blätterdach auf sie herab. Alles sprühte und ihr kleines Herz platzte fast vor Glück. Das war die ganze herrliche Welt und sie mittendrin.
Irgendwann schlief Treuer ein, endlich, und mit ihr schlief die Furcht.
Treuer fürchtete sich.
Nicht nur jetzt, in diesem Moment. Nein, die Furcht war ihr ständiger Begleiter, treu wie kein anderer.
Niemand wusste davon, niemand sah es ihr an. Da war auch nichts, das man ihr hätte ansehen können, denn sobald sie unter Menschen war, verspürte sie keinerlei Furcht mehr. Dann war sie stark und präsent. Dann konnte sie frei heraus reden und lachen, Forderungen stellen und Respekt einflößen, und alles war echt. Ihre Furcht verschwand, sobald sie am Morgen das Haus verließ.
Aber in der Nacht, allein in ihrer Wohnung, da fürchtete sie sich. Wenn sie nach Hause kam, knipste sie mit dem Sammelschalter, den sie direkt neben der Wohnungstür hatte installieren lassen, sämtliche Lampen an. Anschließend machte sie ihren Kontrollgang durch die Zimmer mit Blick in jede Ecke, hinter jede Tür. Erst dann drehte sie dreimal den Schlüssel im Schloss und zog Schuhe und Jacke aus.
Treuer dachte an die Tote. Die Vogelfrau, wie Bluhm sie nannte. Ihre Haut war weiß und zart, jedenfalls da, wo sie vom Sturz unbeschadet war. Da schien sie regelrecht unangetastet. Die weißen Schwingen. Der Flaum und die zarteren Federn, die vom geringsten Lufthauch bewegt wurden und von Lebendigkeit sprachen. Nicht von Auslöschung, wie der Asphalt und das Blut und der kalte Obduktionstisch.
Das Wunder der angewachsenen Flügel. Dr. F... hatte, als ihr das Wort Wunder von den Lippen sprang, die Stirn gerunzelt. Natürlich, hier in der kalten Sezierkammer war man Wissenschaftler pur. Es gab Fakten und streng begrenzte Schlüsse, die daraus gezogen wurden. Es gab offene Fragen und Thesen und Methoden und Spuren und Indizien und Beweise. Aber Wunder gab es nicht. Jedenfalls keine ausgesprochenen. Morgen sollte weiter untersucht, sollte geröntgt, seziert und mikroskopiert werden. Ein Ornithologe würde hinzugezogen werden.
Treuer dachte an den Satz, der auf der Rückseite der Liste stand: Ich bin nicht die Einzige. Einer der Kollegen hatte am Abend noch gemeint, wenn sie nicht allein gewesen sei, müsse man unbedingt auch in diese Richtung ermitteln. Ihr war das sofort aufgestoßen, der andere Wortlaut: die Einzige - allein. Sie war zu müde für eine Klarstellung und eine möglicherweise folgende Diskussion gewesen und hatte deshalb nichts gesagt. Ich bin nicht die Einzige. Nicht die einzige was? Vogelfrau? Nicht die Einzige, aber mit Sicherheit allein, sonst hätte sie sich nicht in den Tod gestürzt. Und wie es aussah, waren da noch mehr, die zwar nicht die Einzigen, aber ganz und gar allein waren.
Treuer lag im Bett, die Lampen waren ausgeschaltet bis auf die im Flur, die brannte die ganze Nacht hindurch. Ein kleines Licht gegen die Furcht. Wovor? Vor dem Dunkel und den darin lauernden Gestalten, die nur darauf warteten, ihre Nerven zu zerfetzen. Die mit ihren Klauen ihr Fleisch durchbohrten, mitten in ihren Leib griffen, um alles säuberlich Geschichtete durcheinander zu stoßen. Die keinen Halt machten vor dem Weggesperrten, die mit ihren Zähnen Schlösser knackten ...
Treuer stöhnte auf und wälzte sich auf die andere Seite, knipste zusätzlich das Lämpchen auf ihrem Nachttisch an, betrachtete das Foto, das dort im Silberrahmen stand: Sie als Kind auf einer Schaukel, hoch in der Luft, die Flügel des Elfenkostüms schimmerten in der Mittagssonne. Es war ihr fünfter Geburtstag, die Schaukel hatte der Vater gerade am stärksten Ast des Kastanienbaums aufgehängt. Bald würden die Gäste kommen. Sie spürte den Wind an den nackten Beinen, goldener Sonnenflitter regnete durchs Blätterdach auf sie herab. Alles sprühte und ihr kleines Herz platzte fast vor Glück. Das war die ganze herrliche Welt und sie mittendrin.
Irgendwann schlief Treuer ein, endlich, und mit ihr schlief die Furcht.
Freitag, 9. Mai 2014
Besuch von Fremden
Er nennt die Dinge beim Namen und sagt, was Sache ist. So einfach. Jeder glaubt ihm aufs Wort.
Sie hatte sich lange angelehnt an diese stabile Art der Gewissheit. Bis sie eines Morgens Besuch bekam.
Ein leises Klopfen an der Tür. Sie öffnete zögernd, erwartete sie doch niemanden. Da standen ein paar der Dinge, die er so selbstverständlich beim Namen nannte.
Dürfen wir uns vorstellen, fragten sie höflich.
Kommt herein, sagte sie, ich kenne euch ja längst.
Aber dann benahmen sie sich doch ganz unerwartet. Wurden ihr fremder mit jeder Minute, die verstrich. Ihr war unbehaglich zumute. Schließlich überwand sie sich: Ich hatte, ehrlich gesagt, eine ziemlich abweichende Vorstellung von euch. Tut mir leid.
Die Dinge kicherten: Macht nichts, daran sind wir gewöhnt, geht uns eigentlich jedesmal so.
Sie schlugen ein Spiel vor, das sie Stummes Schauen nannten. Jeder durfte sich frei in Haus und Garten bewegen und Beliebiges verrichten. Alle würden einander beobachten. Ohne Argwohn, mit unverhohlener Neugier. Nach einer festgesetzten Zeit würde man wieder zusammenkommen und die vorläufigen Ergebnisse austauschen. Dann ging es in die nächste Runde. Beendet war das Spiel mit dem Level Stummes Staunen. Wenn die alten Namen weggewischt und die neuen noch nicht erfunden waren. Wenn alle um ihren Gewinn wussten.
Sie hatten viel Spaß miteinander.
Am Abend, nachdem die Dinge sich verbschiedet hatten - Bis zum nächsten Mal! Ja, gerne schon bald! - spürte sie ein neuartiges Glück. Ob es sich halten lassen würde gegen seine Art der festen Reden? Eins wusste sie mit Bestimmtheit: Da war viel mehr weiße Fläche als gedacht. Und es gab keinen Grund, sich davor zu fürchten.
Sie hatte sich lange angelehnt an diese stabile Art der Gewissheit. Bis sie eines Morgens Besuch bekam.
Ein leises Klopfen an der Tür. Sie öffnete zögernd, erwartete sie doch niemanden. Da standen ein paar der Dinge, die er so selbstverständlich beim Namen nannte.
Dürfen wir uns vorstellen, fragten sie höflich.
Kommt herein, sagte sie, ich kenne euch ja längst.
Aber dann benahmen sie sich doch ganz unerwartet. Wurden ihr fremder mit jeder Minute, die verstrich. Ihr war unbehaglich zumute. Schließlich überwand sie sich: Ich hatte, ehrlich gesagt, eine ziemlich abweichende Vorstellung von euch. Tut mir leid.
Die Dinge kicherten: Macht nichts, daran sind wir gewöhnt, geht uns eigentlich jedesmal so.
Sie schlugen ein Spiel vor, das sie Stummes Schauen nannten. Jeder durfte sich frei in Haus und Garten bewegen und Beliebiges verrichten. Alle würden einander beobachten. Ohne Argwohn, mit unverhohlener Neugier. Nach einer festgesetzten Zeit würde man wieder zusammenkommen und die vorläufigen Ergebnisse austauschen. Dann ging es in die nächste Runde. Beendet war das Spiel mit dem Level Stummes Staunen. Wenn die alten Namen weggewischt und die neuen noch nicht erfunden waren. Wenn alle um ihren Gewinn wussten.
Sie hatten viel Spaß miteinander.
Am Abend, nachdem die Dinge sich verbschiedet hatten - Bis zum nächsten Mal! Ja, gerne schon bald! - spürte sie ein neuartiges Glück. Ob es sich halten lassen würde gegen seine Art der festen Reden? Eins wusste sie mit Bestimmtheit: Da war viel mehr weiße Fläche als gedacht. Und es gab keinen Grund, sich davor zu fürchten.
Mittwoch, 7. Mai 2014
Tanz den Anagramm!
für S.
Wie der Clan sich erhitzt!
Sein Lachen ritzt
die schwärzeste Nacht,
bis sie aus allen Ritzen lacht.
Ihr richtet die Lanz
und die Ratzel im Nicht,
bis lichter Tanz
durch die Dämmerung bricht.
Dann lichten wir zart
unsre Gegenwart.
Wie der Clan sich erhitzt!
Sein Lachen ritzt
die schwärzeste Nacht,
bis sie aus allen Ritzen lacht.
Ihr richtet die Lanz
und die Ratzel im Nicht,
bis lichter Tanz
durch die Dämmerung bricht.
Dann lichten wir zart
unsre Gegenwart.
***
Liebe Frau Paulchen, Ihr #frapalymo macht mir Spaß! :-)
Dienstag, 6. Mai 2014
Sagt die Feder zum Stein
Sagt die Feder zum Stein:
Wie schwer du es hast,
so viel schwerer als ich.
Der Stein drauf zur Feder:
Zu bleiben, meine Liebe,
ist ein Leichtes für mich.
Wie schwer du es hast,
so viel schwerer als ich.
Der Stein drauf zur Feder:
Zu bleiben, meine Liebe,
ist ein Leichtes für mich.
***
Auch dieses Gedicht entstand im Rahmen des #frapalymo-Projekts von Sophie Paulchen.
Sonntag, 4. Mai 2014
Im Erwachen flog mir ...
Im Erwachen flog mir
ein Vöglein zu
Ich war nicht die erste
bei der es verweilte
und war nicht die letzte
aber zwischen zwei Flügen
gehörte es mir
ein Vöglein zu
Ich war nicht die erste
bei der es verweilte
und war nicht die letzte
aber zwischen zwei Flügen
gehörte es mir
***
angeregt durch Sophie Paulchens #frapalymo-Projekt, Impuls 4: "etwas leichtes"
Freitag, 2. Mai 2014
Dann
Dann
eines Tages
sind wir endlich
unumstellt
dann
gehen wir über
in die salzige Luft
unseres Sehnens
dann
fliegen wir
himmelweit
in alle Richtungen zugleich
dann
sind wir
nicht mehr
und nicht weniger
eines Tages
sind wir endlich
unumstellt
dann
gehen wir über
in die salzige Luft
unseres Sehnens
dann
fliegen wir
himmelweit
in alle Richtungen zugleich
dann
sind wir
nicht mehr
und nicht weniger
Donnerstag, 1. Mai 2014
Die Hände meines Vaters, ein bretonischer Küstenort und Hauptsache bewegt
Deine Hände waren ein Hafen, den ich viel zu jung und viel zu überstürzt verlassen habe, und in den ich erst kurz vor deinem Tod zurückgekehrt bin. Große schwere Hände. Sensibel genug, um feine Bleistiftlinien zu zeichnen und aus Papierbögen Schiffchen zu falten. Stark genug, um Eisen zu schmieden und um mich hoch in die Luft zu werfen und wieder aufzufangen. Zärtlich genug, um mein aufgeschürftes Knie zu verarzten und mir das Haar aus der Stirn zu streichen. Brutal genug, um deinem Zorn Ausdruck zu verleihen auf entsetzter Haut. Nicht auf meiner. Trotzdem schmerzte es. Als ich nicht mehr wegsehen konnte, verließ ich den Hafen. Da war ich zwölf. Erst an deinem Sterbebett steuerte ich ihn wieder an, hielt deine Hand, die kaum noch Gewicht hatte, keinen Widerstand mehr bot. Leicht wie ein Vogel ruhte sie in meinen Händen. Nur warm war sie noch.
*
Ich habe immer eine Sehnsucht in mir gehabt. Selten wusste ich sie zu benennen. Ein Gefühl wie Heimweh und Fernweh zugleich. Meistens wünschte ich mich woanders hin. Immer sehnte ich mich nach einem beständigen Ort. Ich bin bisher vierzehn mal in meinem Leben umgezogen, am häufigsten in der Kindheit. Ich habe Grundschulen in drei verschiedenen Städten besucht. Inzwischen sind die Abstände größer geworden, nicht zuletzt meinen eigenen Kindern zuliebe. Vor etwa achtzehn Jahren machte ich mit meiner kleinen Familie Urlaub in der Nordbretagne. Wir fanden einen Campingplatz mit Blick aufs Meer. Dort, in dem Hafenstädtchen Binic, hatte ich erstmals das Empfinden, als wären Heimweh und Fernweh zugleich gestillt. Als schlösse sich ein Kreis. Der Atlantik ist mir in dieser Bucht wie ein Geliebter, sanft tragend und Widerstand leistend zugleich. Wind, Möwen und Sonne sind mir dort vertrauter als anderswo. Dieser Ort ist mir ein inneres und äußeres Zuhause geworden. Schon viel zu lange war ich nicht mehr da. Manchmal habe ich mich gefragt, ob ich in irgendeiner Weise von dieser Küste stamme. Ob ich vielleicht keltische Ursprünge habe. Aber es ist nicht wichtig, das zu erforschen und zu wissen. Wichtig ist, was ich spüre, wenn ich dort bin: Zugehörigkeit. Das Gefühl, angekommen zu sein. Nichts, was man erklären muss.
*
Was ich seit vier, fünf Jahren zunehmend wahrnehme: Ein Gefühl des Zuhauseseins im Schreiben und in der Bewegung. Beides hängt zusammen; und mit Bewegung meine ich sowohl eine körperlich-räumliche als auch eine gedankliche. Reisen, Entwicklung, Lebendigsein. Ein Heimatfinden und -einrichten in mir und im Unterwegssein, in meiner Gangart, in meinem Tempo. Ich selbst als mein allereigenster Ort, egal wo, Hauptsache bewegt. Unterwegs und mit der Ahnung eines Hafens im Kopf.
Dieser Text entstand nach Anregung durch das Heimat-Projekt der Mützenfalterin. In ihrem Blog gibt es bereits eine Reihe schöner, persönlicher Texte zum Thema.
Gefällt mir gut. Merci beaucoup, chère @dites_donc!
***
Dieser Text entstand nach Anregung durch das Heimat-Projekt der Mützenfalterin. In ihrem Blog gibt es bereits eine Reihe schöner, persönlicher Texte zum Thema.
***
08.05.2014
Die Twitterin @dites_donc übersetzt manchmal die Tweets anderer ins Französische. Eine schöne Idee, finde ich. Und nun hat sie den letzten Abschnitt meines Textes übertragen. Hier:
Ce qui grandit en moi depuis quatre ou cinq ans, c’est cette sensation d’être chez moi dans l’écriture et le mouvement - les deux sont liés. Le corps, les idées : en mouvement. Voyager, évoluer, être vivant. Me retrouver en moi, m’y faire ma place. Et bouger, à mon rythme, au pas qui est le mien. Être mon propre repère, itinérant. Avoir un ancrage intérieur, vibrant.
Gefällt mir gut. Merci beaucoup, chère @dites_donc!
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