Samstag, 15. März 2014

Am Abend saßen wir zusammen und ... (Vogelfrau 3)

... sprachen über die Ereignisse des Tages. Einer von uns hatte gehört, wie Bluhm im Aufzug vor sich hin murmelte: "Lass dies um Himmels willen keinen Krimi sein, bitte lass dies keinen Krimi sein." 
Wir lachten, aber nicht, weil wir Bluhms Aussage so witzig fanden, sondern um das Gefühl der Beklemmung abzuschütteln.
Zur Sache: Die Rollen waren klassisch verteilt, ohne dass wir bewusst Einfluss darauf genommen hatten. Letzteres war uns einzig gültiger Beweis für die Echtheit einer Geschichte. Anscheinend waren wir noch nicht so weit, uns vollkommen von alten Klischees zu lösen.
Nächster Punkt: Die Flügel. Einige hätten gerne ihre Ideen dazu geäußert, aber unser gemeinschaftlicher Beschluss lautete: Abwarten! Wir wollen nehmen, was kommt.
Nochmal zurück zu Bluhms gemurmelter Bitte: Da ließ sich was machen. Hielten wir doch ohnehin nicht viel von Genrezuordnungen. Wir konnten die Ereignisse laufen lassen, ohne sie unter einen Oberbegriff zu fassen. Konnten wir doch, oder? Oder?? Die Zweifler unter uns beeilten sich, zustimmend zu nicken. Naja ...
Das ist eben alles noch Neuland für uns. Groß die Gefahr (oder nur unsere Angst?), sich zu verlaufen. Aber selbst dann ... Hey, wir wollten das so! Wir wollten diese Form von Freihei!. Lasst sie uns bis zur Neige auskosten!

Kommentare:

  1. Wie schön, dass die Vogelfrau wieder da ist. Ich liebe Teil 1 und finde die Einführung des Protagonisten Bluhm + seiner Frau in Teil 2 total gelungen. Bei Teil 3 gibt es eine geänderte Perspektive + ich verstehe leider nicht, worum es geht. Z.B. Wer wollte welche Freiheit?

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    1. Danke, liebe Eva! Ich hatte gehofft, dass du etwas dazu sagen würdest. :-) Und ich freue mich sehr, das dir der Anfang gefällt.

      Teil 3 ist etwas sehr eigenes, in etwa die Perspektive einer Erzähler- oder Moderatorengemeinschaft. So genau weiß ich es selbst noch nicht, sie haben sich einfach reingedrängt. Ich bin noch nicht sicher, ob diese Perspektive sich weiter mit durchziehen wird, ob sie wichtig ist für die Geschichte, oder ob sie eher eine Art Gerüst darstellt, das ich während des Aufschreiben brauche, das aber am Ende wieder weg kann. Mal abwarten. Momentan macht es mir einfach Spaß, mich darauf einzulassen und ein bisschen zu experimentieren. Vielleicht - denke ich gerade - brauche ich dieses freie Experimentieren mit der Form auch, um mich weitmöglichst von der ursprünglichen Version der Geschichte lösen zu können.

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    2. Oh, das ergibt einen Sinn. Ich bin gespannt, wie sich dieses Einmischen entwickeln wird.:)

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