Freitag, 21. Februar 2014

Hüpfen

Diese plötzliche Furcht, die sie manchmal ergreift. In größer werdenden Abständen zwar, und dennoch immer wieder. Die Furcht - verloren zu gehen. 
Wem? Falls das die Frage ist. Was sie bezeifelt.
Sie greift ins Nichts, taucht den Arm bis zur Schulter ein und spürt nicht den leisesten Lufthauch, keine wie auch immer zu definierende Temperatur.

Leere wiegt nicht nichts. Sie wiegt weit mehr als Fülle. Sie lastet wie ein unverrückbarer Fels.

Es gab eine Zeit, da konnte sie fliegen, so hoch und so weit sie wollte.
Sie weiß, dass sie es immer noch kann. Fliegen ist so wenig verlernbar wie schwimmen.
Aber irgendwann hat sie den fürs Fliegen nötigen Mut gegen einen anderen Mut eingetauscht.
Neuerdings kann sie kämpfen. Braucht dafür aber beide Füße fest am Boden.

Etwas Flüchtiges wünscht sie sich. Dessen Weg den ihren kreuzt. Das ihr nicht ausweicht, sondern mitten durch sie hindurch fährt.
Danach, stellt sie sich vor, könnte sie alles. Denn statt des einen oder des anderen Mutes wäre da plötzlich etwas Übergeordnetes, ein Über-Mut.

Hüpfen ist ein bisschen wie fliegen. Wenn man zwischen den einzelnen Absprüngen nur lange genug in der Luft verweilt.

Kommentare:

  1. Wenn da nicht dieser ganze Planet an deinen Füßen hinge...

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    1. ... den ich überall mit mir schleppe. ;-)

      (Der Virus ist übrigens beseitigt. Zum Glück.)

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  2. Und wenn der unverrückbare Fels dieser Über-Mut wäre?

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    1. Guter gegen-den-Strich-Gedanke! Dem geh ich mal nach.

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