Dienstag, 14. Februar 2012

Sandkasten

Meine Schwester und ich waren drei und fünf Jahre alt, als wir einmal einen Nachmittag allein zuhause verbringen mussten, ausgestattet mit Spielsachen, Papier und Buntstiften und der Ermahnung, im Haus zu bleiben, was bedeutete, dass wir nicht draußen im Garten und im Sandkasten spielen konnten, worauf uns nichts anderes übrig blieb, als den Sand mit unseren Eimerchen aus der Kiste ins Kinderzimmer zu transportieren - was ein mühsames, aber lohnendes und lustiges Unterfangen war -, ihn dort auf den Teppich zu häufen, Wasser hinzuzufügen und zahllose kleine Kuchen zu backen, die wir auf dem Wohnzimmertisch anrichteten, voller Vorfreude auf die Rückkehr unserer Eltern und deren garantierten Stolz auf ihre selbstständigen, einfallsreichen und gehorsamen Töchter, die sich darüberhinaus weder gezankt noch geprügelt hatten, was während unserer Kindheit eine absolute Seltenheit darstellte.


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