Sonntag, 12. Februar 2017

Alice? (Notiz aus der Mitte)

Alice?

...

Hey, Alice!

...

...

Ja?

Alice! Ich dachte schon, du ...

Was?

Ach , ich weiß nicht, ich dachte ... ich hab dich einfach vermisst. Sehr.

Ich weiß, ich vermisse mich auch.

Du vermisst dich?

Ja, und wie.

Aber ...

Nichts aber.

Erklär‘s mir.

Das kann ich nicht. Will ich auch nicht.

Du warst schon mal offener.

Ich bin immer noch offen, nur nicht in beide Richtungen.

Ach so ...

Verstehst du das?

Nee, nicht wirklich.

Ach Hase.

Ach Alice.

Wir zwei.

Ja? Immer noch?

Aber natürlich! Wie kannst du daran zweifeln?

Weil alles so anders ist.

Nicht alles, Hase.

Aber das Beste.

Das Beste? Das kommt erst noch. Ganz bestimmt.

Glaubst du das wirklich?

Ja, das glaube ich. Erinnerst du dich an die beiden am Fluss?

Na klar, wie könnte ich die je vergessen.

Dann weißt du auch noch, wie lange sie gewartet haben. Und wie geduldig.

Ja, weiß ich noch. Und am Ende hat sie tatsächlich gesungen.

Das hat sie. Und wie schön das war. 

Es war das Beste, was ich je ...

Siehst du! *lächel*

*seufz* Ich hab dich lieb, Alice.

Ich dich auch, Hase.

Wir zwei.

Ja, Hase, wir zwei.



*


Inwendig, tief in mir drin schlummert etwas, wartet, worauf? Auf den richtigen Zeitpunkt? Wenn ich das bloß wüsste! Es hat – möglicherweise – etwas mit Alice und dem Hasen zu tun. Mit einer schlafenden Nachtigall und anderen geflügelten Wesen. Möglicherweise. Vielleicht auch mit etwas ganz anderem. Oder etwas Ähnlichem, Verwandtem. Oder ... Vielleicht bilde ich mir das alles auch nur ein. Vielleicht ist es eher ein Prozess der Häutung. Des Abschieds. Der Hinwendung zu etwas Neuem. Vielleicht auch nicht. Inmitten meines (endlich!, ja, endlich, dachte ich) sehr geordneten Lebens beginne ich zu schwimmen, zu trudeln, mich zu fragen ... Viel zu früh! Gib dir mindestens ein Jahr, wenn nicht sogar fünf, sage ich mir selbst. Du bist so frei. So frei. Hinge da nicht dieser Planet an meinen Füßen ...

Kommentare:

  1. OK, ich versuche es noch einmal. Da Google mir bei meinem Passwort nicht weiterhilft, muss ich als „anonym“ hier kommentieren: Die seelische Vorbereitung zum Schreiben ist meiner Meinung nach die umfangreichste und schwierigste Arbeit überhaupt. Wenn das erst einmal geklärt ist, flutscht es. Vorausgesetzt ist, dass du eine Geschichte zu erzählen hast und schreiben kannst (und bereit bist, zu lernen). Das trifft auf dich zu! Also verliere nicht die Geduld und sei bereit in die Tasten zu hauen, wenn sich deine Protagonisten melden. Sie schlafen nur, so wie die Nachtigall. Bald wird sie singen. <3 Birkenbaer

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    1. Danke, liebe Eva! <3 Dieser „Zustand“, in dem ich mich befinde, ist so seltsam. Ambivalent. Die eine Nachtigall schläft. Aber es gibt eine andere, die singt. Geduld ist wahrscheinlich wirklich nötig. Eine Geduld abseits von Warten und Hoffen, mehr eine des Loslassens und Vertrauens. Und währenddessen einfach weitermachen. Leben. :-)

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    1. Danke!
      (Ich wünschte nur, ich könnte auch mal wieder eintauchen. Ins Schreiben.)

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